Genres

Comic ist nicht gleich Comic. Die wichtigsten Genres haben sehr unterschiedliche Geschichten, Stile und Sammler-Communities.

Superhero

Der dominierende Genre des US-Marktes seit 1938. Marvel und DC mit ihren Figuren-Universen prägen den Markt. Periodisch in »Ages« eingeteilt: Golden Age, Silver Age, Bronze Age, Modern Age.

Funny Animal

Comics mit anthropomorphen Tieren — Micky Maus, Donald Duck, Tom und Jerry. Die größte deutschsprachige Sammler-Community.

Franko-belgische Tradition

Albumformat statt Heftformat: Tintin, Asterix, Lucky Luke, Spirou. In Deutschland und Frankreich besonders verbreitet. Hochwertig produziert, oft mit eigenständiger Erzähltiefe.

Underground und Independent

In den 1960ern in den USA entstanden, oft tabubrechend. Robert Crumb, Art Spiegelman, Daniel Clowes. Kleine Auflagen, hohe Sammlerwerte für Originalausgaben.

Manga

Japanische Comics, rechts-nach-links zu lesen. Seit den 1990ern auch in Deutschland populär. Eigene Genres innerhalb des Manga: Shōnen (für junge Männer), Shōjo (für junge Frauen), Seinen (erwachsene Männer), Josei (erwachsene Frauen).

Graphic Novel

Längere abgeschlossene Geschichten in Buchform. Will Eisner, »Maus« von Art Spiegelman, »Persepolis« von Marjane Satrapi. Literarisch ambitionierter, oft in regulären Buchhandlungen verkauft.

Webcomics

Seit Mitte der 2000er. Online veröffentlicht, oft kostenlos. Beispiele: xkcd, Penny Arcade. Sammlerwert besteht primär in den Druckausgaben (KickStarter-Bücher etc.).

Häufige Fragen

Welches Genre ist am beliebtesten in Deutschland?

Funny Animal (Disney-Comics) und die franko-belgische Tradition (Asterix, Tintin) sind in Deutschland besonders verbreitet. Bei der jüngeren Generation dominiert Manga.